D.O.C
Das Pflichtenheft

    Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 unterstützte Kampagne

DIE REBSORTEN UND LAGEN

Der Rosso Piceno und der Rosso Piceno Superiore sind Cuvées aus Montepulciano- und Sangiovese-Trauben.
Die Weine mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung "Rosso Piceno" und "Piceno" DOC dürfen nur aus diesen beiden traditionell in den Marken kultivierten Rebsorten erzeugt werden.
Dem Pflichtenheft zufolge, das auf der Website des Ministeriums für Landwirtschaft, Lebensmittel und Forstwirtschaft veröffentlicht ist (und zuletzt per Ministerialerlass vom 30. November 2011 geändert wurde), sind die Anteile der Rebsorten:

  • Montepulciano: zwischen 35 und 85%;
  • Sangiovese: zwischen 15 und 50%.
Es können bis zu 15% weitere nicht aromatische, rote Rebsorten beigefügt werden, die sich zum Anbau in den Marken eignen.
Die Weinberge müssen eine entsprechende Ausrichtung aufweisen, die Böden dürfen nicht übermäßig feucht sein und die Lagen sich nicht auf Talsohlen befinden.

DAS ANBAUGEBIET DES ROSSO PICENO DOC

Die zur Herstellung des Rosso Piceno Doc verwendeten Trauben müssen in einem Gebiet der Marken kultiviert werden, das die Provinzen von Macerata, Fermo, Ascoli Piceno und Ancona umfasst. Die nördliche Grenze dieses weitläufigen Gebietes bildet der Metauro, die südliche der Tronto, während die Grenze im Westen mit dem Beginn des Apennins zusammenfällt.
Die Weinberge müssen mindestens 2.200 Stöcke pro Hektar zählen, für die keine Dachlauben-Erziehung gestattet ist. Zugelassen sind die Spalier-, die Kordon- und Guyot-Erziehung.
Der Traubenertrag pro Hektar darf maximal 13 Tonnen betragen.
Die zur Vinifikation bestimmten Trauben müssen den Weinen einen natürlichen Mindestalkoholgehalt von 11 % verleihen.
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DER ROSSO PICENO SUPERIORE DOC

Das Anbaugebiet des Rosso Piceno Superiore Doc ist wesentlich kleiner und umfasst nur die südlichsten 13 Gemeinden der Marken. Ein Gebiet, das im Pflichtenheft des Ministerium als "dem Weinbau verschrieben" bezeichnet wird.
Der Traubenertrag pro Hektar darf maximal 12 Tonnen betragen.
Die zur Vinifikation bestimmten Trauben müssen den Weinen einen natürlichen Mindestalkoholgehalt von 11,5% verleihen.
Der Rosso Piceno Superiore muss mindestens ein Jahr lang reifen: Er darf nicht vor dem 1. November des auf die Lese folgenden Jahres zum Verkauf gelangen.



DER ERSTE "ROSSO PICENO SUPERIORE

Die erste Flasche Rosso Piceno Superiore, die 1970 auf den Markt gebracht wurde, stammte aus der Erzeugung der Tenuta Cocci Grifoni in San Savino di Ripatransone (AP), die die Trauben im Jahr zuvor geerntet hatte.
Das Weingut, das noch heute zu den besten Herstellern im Picenum zählt, liegt auf Hügeln in 250 m Seehöhe unweit der Küste.
Es war der Beginn einer neuen Sensibilität der Erzeuger in dieser Gegend, der Übergang von einer Philosophie der Quantität hin zu einer der Qualität.






EINE BERUFUNG ZUM ANBAU DER MONTEPULCIANO- UND SANGIOVESE-REBEN

Diese beiden uralten italischen Rebsorten finden im Anbaugebiet des Rosso Piceno und des Rosso Piceno Superiore die idealen Kulturbedingungen. Es sind dies also Gegenden, die die Erzeugung von Weinen mit einer einzigartigen Identität geradezu fördern.
Die durch das DOC-Siegel valorisierten Faktoren sind insbesondere die Hügellandschaft, die vorrangige Ausrichtung der Weinberge nach Süden/Süd-Osten, das Klima mit seinen kalten Wintern, warmen Sommern und einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 750 mm sowie die hauptsächlich tonhaltigen Böden und deren Fähigkeit der schnellen Wasserableitung, die sowohl auf die Hangneigung als auch die Durchlässigkeit der Böden selbst zurückzuführen ist.